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Masel im Palast - Jüdische Kultur in Musik, Film & Literatur
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Masel im Palast - Jüdische Kultur in Musik, Film & Literatur

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„MASEL IM PALAST: Jüdische Kultur in Musik, Film und Literatur“ - anlässlich von „1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland“
TANDEM-LESUNG: Väter

Dana von Suffrin: Otto | Verlag Kiepenheuer & Witsch 2019 und Dmitrij Kapitelman: Das Lächeln meines unsichtbaren Vaters | Hanser Berlin, 2016 Jüdische Vaterfiguren stehen im Mittelpunkt ihrer Romane: Bei Dana von Suffrin heißt der alt und krank gewordene jüdische Patriarch Otto, sitzt in seinem Münchener Reihenhaus, wird immer vergesslicher und tyrannisiert seine beiden erwachsenen Töchter, denen er von seinem Leben erzählen will. In Kapitelmans autobiographischem und ironischem Roman verkauft der Vater Pelmeni und Krimsekt und ist in Deutschland so wenig heimisch wie zuvor in der Ukraine, die er Ende der 80er verlassen hat.

Vielleicht, denkt sein Sohn, findet er ja im Heiligen Land Klarheit über seine jüdische Identität. Und er selbst, Kontingentflüchtling, halber Jude, ukrainischer Pass, bricht mit dem Vater nach Israel auf. Ob als Abrechnung mit einem Mann, in dessen jüdischer Biografie sämtliche Abgründe des 20. Jh. aufscheinen oder als sehnsuchtsvoll-komischer Spaziergang auf einem Minenfeld der Paradoxien, beide Texte liefern eine Liebeserklärung an den Vater.

Dana von Suffrin, 1985 geboren, lebt in München. Dmitrij Kapitelman, 
1986 in Kiew geboren, kam im Alter von acht Jahren als „Kontingentflüchtling“ mit seiner Familie nach Deutschland. Heute arbeitet er als freier Journalist in Leipzig.
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