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Alexandru Bulucz
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Alexandru Bulucz

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Was macht es mit Menschen, wenn sie emigrieren (müssen)? Ein Dissident, der eine Zeitlang im deutschen Exil lebte, behauptete etwa, dass "Menschen emigrieren, aber nicht ihre Seelen". Diesem Paradox spürt auch der in Rumänien geborene Lyriker Alexandru Bulucz nach, der mit dreizehn Jahren sein Geburtsland verließ. In "Einige Landesgrenzen weiter östlich, von hier aus gesehen", dem Prosatext, mit dem er 2022 den Deutschlandfunk-Preis des Bachmannwettbewerbs gewann, geht es um einen Exilanten, der vor vielen Jahren aus einem untergegangenen Staat auswanderte und nie ankam, keine neue Heimat finden konnte. Diese liegt für immer verloren, ist kein Ort, sondern eine Zeit, die Kindheit, die er unter anderem auf einem Gehöft in jenem Land verbrachte.

In seinem Verlustschmerz lehnt der Erzähler eine Heilung seiner Seele ab. Wenn schon die Heimat verschwunden ist, so soll wenigstens ihr Fehlen noch bestehen dürfen. Neben dem Prosatext wird Alexandru Bulucz auch neue Gedichte vorstellen. Alexandru Bulucz, geboren 1987 in Alba Iulia, verbrachte seine Kindheit in Rumänien und lebt seit seiner Jugend in Deutschland. Er ist freischaffender Autor, Übersetzer, Kritiker und Herausgeber. Für seine Lyrik wurde er u.a. mit dem Wolfgang-Weyrauch-Förderpreis des Literarischen Märzes (2019) ausgezeichnet, für seine Prosa mit dem Deutschlandfunk-Preis des Bachmannwettbewerbs (2022). Er lebt und arbeitet in Berlin.
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